Unimog

Die Geschichte ist eigentlich kurz erzählt:

Ein Freund hatte ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug zum Wohnmobil umgebaut und ich fand diese Idee so genial, daß ich mir ebenfalls ein Fahrzeug zulegte und in vereinten Kräfte umbaute.

 

Hierzu diente ein Unimog 404S TLF8, der mich immerhin bis nach Riga brachte. Leider aber nicht an das Schwarze Meer und das war dann auch der Moment, sich von dem Fahrzeug zu trennen.

 

Immerhin hat er bei der Tauchereinsatzstaffel der DLRG Neckar Alb seine Dienste getan; allerdings stand er dort auch wieder nach erfolgter Umrüstung auch wieder zum Verkauf, wie ich zufällig im Netz gesehen hatte. 

Durch Zufall habe ich eine DLRG interne Verkaufsanzeige gefunden und mich mit dem Verfasser in Verbindung gesetzt; hiernach ist der Mog wohl an ein Mitglied der Unimogfreunde Gaggenau gegangen.

Gegen Ende 2014 hatte ich den Hinweis auf eine Verkaufsanzeige einer US- amerikanischen Webseite bekommen. Der Mog hatte keinen Koffer mehr; die DLRG Lackierung war recht ausgeblichen - dafür hatte er wohl einen neuen Satz Reifen spendiert bekommen. Die gute Werner- Seilwinde war ebenso von vorhanden wie der Zyklon- Lutfilter und der Lichtmast für den Suchscheinwerfer.

Leider sind mir die Kontaktdaten und die meisten Verkaufsanzeigen Bilder abhanden gekommen und die Anzeige ist mittlerweile auch nicht mehr online. 

Das Bild habe ich nach einiger Recherche im Netz gefunden: 

U404_in_USA.jpg

 

Wie dem auch sei, mit dem Fahrzeug war ich von dem Virus “Unimog” (Heilung ausgeschlossen) infiziert und habe einen 1957er U411 erstanden, welcher bei einem Wanderzirkus in Hessen als Zugmaschine diente und in den letzten Jahren Stück für Stück restauriert wurde.

Wie man bereits auf den Bildern sieht, hat der Mog eine neue Lackierung erhalten; zu seiner Zirkuszeit war er noch in verschiedenen Blautönen lackiert.

 

Vielleicht kann der Eine oder Andere bei der Farbwahl nachvollziehen, daß der “Erstkontakt” zu dem Mog nicht wirklich den Erwartungen entsprochen hatte, aber das hat sich in den letzten Jahren doch sehr zum Vorteil geändert.

 

U 411 - mit neuer Lackierung 

Unbestätigten Gerüchten zu Folge hat der Weihnachtsmann sich dieses Fahrzeug ausgeliehen; wohl, weil hier kein Schnee über Weihnachten gewesen ist und irgendwie die Kinder doch ihre Geschenke haben wollten.

U411 + Nikolaus

Kratzer hat er bei der Aktion nicht bekommen - und seine Rentiere haben mir das Rasenmähen erspart!

Mittlerweile ziert ihn auch ein Zyklonen- Luftfilter und Ladefläche mußte nach knapp 50 Jahren dann doch erneuert werden.

2012 hatte ich ein (synchronisiertes) Austauschgetriebe des U404 aus Restbeständen der belgischen Armee ersteigert und meinem Mog gegönnt. Den Einbau habe ich bei Walter Huhn in Schermbeck vornehmen lassen, eine prima Adresse für Unimog- Reparaturen. Schaltvorgänge ohne Krachen aus dem Getriebe sind nun an der Tagesordnung!

Ende 2017 gab es noch einmal einen größeren Eingriff - eigentlich sollte "nur" mal geprüft werden, warum der Öldruck auch unter Volllast bei max. 0,2 Bar war - mit dem Ergebnis, das der komplette Motor einschl. der Aggregate überholt wurde. Die Arbeiten wurden von der Motorenmanufaktur Ralph Keller fachgerecht ausgeführt. Der Beginn der Behandlung war zwar etwas holprig - dafür kann sich das Ergebnis mehr als sehen (und hören) lassen!  

Weitere Planung ist ein Faltverdeck; für den 411 hab ich leider nur ein GFK Dach, für welches der Vorbesitzer die Befestigungen des Faltdaches an der Frontscheibe entfernt hat. Wenn ich das richtig sehe, werde ich mich wohl mit einer neuen Frontscheibe, dem Gestänge und dem Verdeck auseinander setzten müssen. So kommt wenigstens keine Langeweile auf...